Die TITANIC, ein Schiff der White Star Line, war ein Wunderwerk der Technik zu ihrer Zeit und wurde als „praktisch unsinkbar“ bezeichnet. Ungeheurer Luxus und eine unbeschreibliche Tragödie sind mit dem Begriff TITANIC verbunden. Eine Ausstellung „The Artifact Exhibition“ will den Betrachter mitten hinein nehmen, wir besuchen sie im Februar 2025. Die meisten u.g. Texte zu den Bildern sind den Ausstellungstafeln entnommen.

Die ausgeprägte Klassentrennung fand sich auch auf der Titanic wieder und sollte für die Chance, beim Schiffsuntergang zu überleben oder nicht, von Bedeutung sein.



Hier fanden sich berühmte Namen wie Astor, Guggenheim, Widener und Strauss. Sie alle gehörten zu den wohlhabendsten Menschen ihrer Zeit. Die Titanic konnte über 750 Passagiere der Ersten Klasse befördern. Der Preis für ein Erster Klasse Ticket variierte je nach Ausstattung und Lage zwischen heute umgerechnet 5.000 € und 18.430 €. Für die beiden teuersten Suiten waren umgerechnet je 110.000 € zu bezahlen.

Kapitän Smith kam ums Leben, als die Titanic sank. Einige Überlebende berichteten, ihn beim Untergang der Titanic im Steuerhaus der Brücke gesehen zu haben, während andere behaupteten, gesehen zu haben, wie Smith mit einer Pistole Selbstmord beging. (Text Wikipedia)

Diese Kabinen konnten in ihrer Ausstattung mit den besten Hotels der Welt wetteifern. Großzügiger Raum für Schränke, private Badezimmer mit Badewannen und heißem wie kaltem fließenden Wasser. Viele Kabinen hatten zusätzlich angrenzende Salonräume.

Es erstreckte sich auf beiden Seiten des Schiffes über jeweils 150 m und diente zum Verweilen in Liegestühlen, zum Promenieren.
Auch galt es als Lieblingsplatz für die Kinder der Passagiere der Ersten Klasse.




Obwohl die Passagiere der Zweiten Klasse nicht in den Genuss der Annehmlichkeiten der Ersten Klasse kamen, standen auch ihnen hochwertig eingerichtete Kabinen, Speiseräume, eine Bibliothek und auch andere hochwertige Fahrgastbereiche zur Verfügung.
Unter den Passagieren der Zweiten Klasse waren erfolgreiche Unternehmer, Kleriker, ein Lehrer, ein Chauffeur.


Sie befand sich am vorderen Ende des Schiffes und erstreckte sich über sechs Decks, ebenfalls der Ersten Klasse vorbehalten.




Die 159 Feuerungen des Schiffes verbrannten bis zu 850 Tonnen Kohle pro Tag, dies generierte etwa 51.000 PS.
Die ganz große Tragik, nach meinem Empfinden, war, dass nach dem Wassereintritt im Schiff die unteren Schotten geschlossen wurden und so ein Entkommen für viele Arbeiter unmöglich war.

Plötzlich taucht eine dunkle Masse vor dem Bug auf. Fleet läutet drei Mal die Alarmglocke und meldet der Kommandobrücke
„Eisberg direkt voraus!“







und wurde am 01. September 1985 wiederentdeckt. 73 Jahre lang lag sie verloren und vergessen in den eiskalten Gewässern des Nordatlantik, in einer Tiefe von fast vier Kilometern und einem Druck von über 415 bar.

Millvina war von 2007 bis zu ihrem Tod mit 97 Jahren im Jahr 2009 letzte Überlebende der Schiffskatastrophe.
Am Ende der Ausstellung sind Schautafeln zu sehen, auf denen die Namen aller Passagiere und Besatzungsmitglieder aufgelistet sind. Dazu ist vermerkt, wer die Katastrophe überlebt hat und wer dabei umgekommen ist. Überproportional sind die Passagiere vor allem der Ersten und auch der Zweiten Klasse gerettet worden und überproportional sind die Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Eine für uns furchtbare Erkenntnis.
Die Ausstellung hat uns in sehr viele Details hineingenommen. Auch wurden vielfältigste Fundstücke gezeigt. Die Stimmung unter allen Ausstellungsbesuchern war gedrückt, was nicht verwundert. Wir wissen nun mehr über die Titanic, ihr Schicksal und das Schicksal von vielen Passagieren. Die Tickets zur Ausstellung sind als „Boarding Pass“ für jeweils eine/n Passagier/in der Titanic ausgestellt. So erfahren wir, wer die jeweils betreffende Person war, warum sie die Reise angetreten hat und wie das Schicksal dieser Reise für sie geschlagen hat.
Der Gang durch die Ausstellung scheint mir nicht wie der eines Voyeuristen, sondern geschieht in stiller Betroffenheit und Demut.